Rentner

Samorai – Sammy

Unser einzig verbliebenes Pony im Stall trägt den klangvollen Namen Samorai – wir nennen ihn liebevoll Sammy. Er darf seinen Lebensabend mit unseren Zuchtstuten auf der Wiese verbringen und genießt es sichtlich.

Sammy startete zunächst als Vielseitigkeitspony. Viel Blut und jede Menge Bewegungsfreude ließen ihn bis zu den Europameisterschaften „rennen“. Nach einem Reiterwechsel kam er in falsche Hände, und die Vielseitigkeit nahm ein jähes Ende. Jahre später in schlechter gesundheitlicher Verfassung, wechselte er in unseren Stall. Mit viel Geduld aufgepäppelt, ließ er sich immer noch toll arbeiten. Allerdings musste das Vertrauen zwischen Reiter und Pony wieder aufgebaut werden.

Mit so viel Energie, Bewegungsfreude und dem Reiten ohne Gerte mussten sowohl Svenja als auch Carde erst einmal umzugehen lernen. Sie haben hart, aber immer mit Freude daran gearbeitet. Und als das neue Vertrauen zum Glück wieder hergestellt war, war der Erfolg nicht mehr aufzuhalten. Beide Mädels schafften es bis zu den Europameisterschaften und holten Mannschaftsgold sowie Bronze in der Einzelwertung.

Carde und Svenja: „Wir danken dir, Sammy! Wir haben so viel durch dich gelernt und hoffen, dass du uns noch lange erhalten bleibst.“

Fürst Fido

Qualifiziert für das Bundeschampionat wechselte der erst 6-jährige Fidermark-Sohn namens Fürst Fido in unseren Besitz. Mit ihm erreichte Carde direkt den Anschluss ins Junioren-Lager bis zu den Europameisterschaften. Beide wuchsen zusammen in die Lektionen der schweren Klasse hinein und schafften den Weg in den Prix St. Georges.

Mit Unterstützung der Eltern sollte es noch weitergehen, aber leider blieb dem jungen Team der Sprung in den Grand Prix de Dressage aufgrund einer nicht heilen wollenden Verletzung Fürst Fidos verwehrt. So erzieht der Frührentner heute unsere jungen Hengste zusammen mit Graffiti. Und glauben Sie uns, die beiden machen ihre Sache sehr gut.

Carde: „Lieben Dank für so viele schöne Momente. Durch dich, Fido, habe ich gelernt, Pferde richtig gut auszubilden.“

Grafitti († 2016)

Schon als junges Pferd kam er zu uns. Gar nicht so einfach war sie, die Ausbildung des talentierten Holländers. Besonders die fliegenden Galoppwechsel bereiteten ihm und seiner Reiterin großes Kopfzerbrechen. Sobald dieses Hindernis jedoch überwunden war, schaffte es Grafitti unter Irina bis in den Grand Prix de Dressage.

Und Svenja verhalf er zu den ersten Erfolgen im Junioren- und Junge-Reiter-Lager. Nicht immer ganz einfach in der Anlehnung und nicht besonders sitzbequem, lehrte er sie dennoch eine Menge. Einfach kann ja jeder …

Svenja: „Vielen Dank für die tollen Momente und die erste Teilnahme beim Piaff-Förderpreis als damals jüngste Teilnehmerin.“

Akribie († 2011)

Dieser Name ist Programm. Als junges Pferd kauften Irina und Hans-Jürgen Meyer die für sie weit über Ihrem Budget liegende 1,61 m kleine Stute auf der Auktion. Mit viel Ehrgeiz ausgestattet machte sie zunächst einmal durch verzackelte Schritttouren in Jung-Pferde-Prüfungen auf sich aufmerksam. Erst als es an die fliegenden Wechsel ging und die Aufgaben anspruchsvoller wurden, kam die notwendige Gelassenheit hinzu.

Zwar nicht mit dem allerletzten Bewegungspotenzial ausgestattet, dafür aber mit absoluter Akribie (Genauigkeit), erzielte sie ihre Erfolge in der schweren Klasse und dem Grand Prix de Dressage. Sie brachte Svenja und Carde das Leichttraben bei und wurde später DAS Lehrpferd auf unserem Hof. Die beiden Mädels erritten auf "Aki" ihre Finalprüfungen auf Deutschen Jugend Meisterschaften, nahmen beim Preis der Besten in Warendorf teil und gewannen Medaillen auf Landesmeisterschaften.

Diese sehr besondere Stute hat die ganze Familie geprägt – wir sind ihr so dankbar. Kein Wunder, dass Carde ihr Design-Büro für den Pferdesport nach unserer wunderbaren Akribie benannt hat. Schauen Sie mal: www.akribie-design.com

Familie Meyer: „Vielen, vielen Dank Aki!“